VZK40 Die neuen Journalisten: Wenn Klicks wichtiger als die Wahrheit werden

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Gordian
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Jan

#vzzz-Seite: https://vonzeitzuzeit.gordianus.de/2026/01/02/vzk40-die-neuen-journalisten-wenn-klicks-wichtiger-als-die-wahrheit-werden/

Vom Zeitungskiosk zum YouTube-Algorithmus: Gordian und Jan diskutieren, wie Tilo Jung, Boris Reitschuster & Co. den Journalismus verändern, warum Inszenierung heute oft vor Information geht und welche Gefahr im „Storytelling“ lauert.

Wir starten entspannt in diese Klassikfolge mit einem Blick in den Kühlschrank: Lohnt sich der Bier-Versandhandel oder geht dabei das Einkaufserlebnis verloren? Bei der Verkostung eines überraschend fruchtig-herben Craft Beers stellen wir fest, dass manche Genussmomente – genau wie gute Geschichten – Zeit und Muße brauchen.

Die neuen Journalisten: Showmaster oder Aufklärer?

Im Hauptteil der Folge dreht es sich um den tiefgreifenden Umbruch in der Medienwelt. Am Beispiel der Bundespressekonferenz – jenem Ort, an dem Regierung und Journalisten aufeinandertreffen – analysieren wir den Unterschied zwischen alter und neuer Schule. Wir sprechen über Akteure wie Tilo Jung („Jung & Naiv“) und Boris Reitschuster, die das klassische Frage-Antwort-Spiel aufbrechen. Doch geht es dabei noch um echte Antworten oder längst um die perfekte Inszenierung für den eigenen YouTube-Kanal? Wir diskutieren, wie Provokation und „Triggerwörter“ genutzt werden, um Reaktionen zu erzwingen, und ob die Kamera im Raum das Verhalten aller Beteiligten verändert.

Zwischen Klickzahlen und Wahrheit

Es geht um die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Wenn Zeitungsauflagen sinken und Social Media die Währung bestimmt, gerät der Journalismus unter Druck. Wir debattieren über die Gefahren des modernen „Storytellings“, bei dem die gute Geschichte manchmal wichtiger wird als die nackten Fakten – ein Phänomen, das im Fall Relotius einen traurigen Höhepunkt fand. Brauchen wir wieder mehr Nüchternheit und Respekt vor dem Fakten-Handwerk? Diese Folge ist eine Einladung, über die Qualität unserer Informationen nachzudenken.

In dieser Episode erfährst du:

  • Wie „neue Journalisten“ wie Tilo Jung die politische Berichterstattung durch Inszenierung verändern.
  • Warum die Digitalisierung den Druck erhöht, Nachrichten emotionaler und klickstärker zu verpacken.
  • Weshalb das „Storytelling“ im Journalismus ein zweischneidiges Schwert ist (Stichwort: Relotius).
  • Ob der Trend zur Social Media-Performance die sachliche politische Debatte gefährdet.

Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube! Teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deiner Meinung: Bevorzugst du nüchterne Fakten oder darf Journalismus auch mal unterhalten? Wir freuen uns auf deine Meinung – Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.

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00:00 – Auftaktbier
10:21 – Wettkampfluft
14:19 – Bundespressekonferenz
25:10 – Das überschätzte Internet
34:10 – Bundespressekonferenz Reprise
36:44 – In-Transparenz
42:10 – Psychologie der Masse
52:29 – Journalisten-Bubble