VZU15 Unser Hamburg Hafen Craftbeer Crawl – Teil 3

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Wir ziehen weiter durch Hamburg: Über die Reeperbahn zur Astra St. Pauli Brauerei – zwischen Craftbeer, Touristen und Kiez. Der dritte und letze Teil der Aufnahme unseres Crawls

Wie alle Unterwegs-Folgen ist in dieser Bonusfolge die Tonqualität eingeschränkt.

Zwischen Hafen, Kiez und Astra

In dieser abschließenden Folge unseres Craft Beer Crawls entlang des Hamburger Hafens und der Reeperbahn wird aus einem Brauereibesuch schnell ein Gespräch über Hamburger Bierkultur, Markenmythen und die besondere Rolle von Astra. Die Folge verbindet Alltagsbeobachtung, Stadtwissen und spontane Verkostung zu einer Folge, die weit über klassisches Craft-Beer-Tasting hinausgeht. Im Zentrum stehen Hamburg und die Frage, wie eng Orte, Produkte und Stadtidentität miteinander verknüpft sind. ​

Wir sprechen darüber, dass Astra in Hamburg lange weniger wegen seiner Braukunst als wegen seiner markanten Werbekampagnen präsent war. Gerade diese Mischung aus frechem Ton, Kiez-Nähe und lebensnaher Bildsprache macht die Marke bis heute interessant. Gleichzeitig geht es um Geschmacksfragen: Mit einem Session IPA und einem Doppelbock entsteht eine Folge, die Genuss, Popkultur und urbane Selbstbeschreibung zusammenbringt.

Stadtteilwissen mit Haltung und Humor

Besonders stark wird die Episode dort, wo sie von der Bierkarte in die Stadtgeschichte kippt. Ausgehend von den Hamburger Bezirken wie Harburg, Bergedorf, Altona oder Eimsbüttel entfaltet sich ein lebendiges Gespräch über Hamburger Bezirke, Stadtteile und Viertel. Wir diskutieren, warum Hamburger eher in Stadtteilen und Vierteln denken als in Bezirken, wie Begriffe wie Komponistenviertel oder Generalsviertel entstanden sind und weshalb solche Bezeichnungen manchmal ziemlich willkürlich wirken. Auch Pinneberg, Elmshorn und Winsen an der Luhe tauchen als Bezugspunkte auf, wenn es um den Blick von außen auf Hamburg und den typischen Stadt-Land-Gegensatz geht.

Dazu kommen persönliche Erinnerungen an das Nachtleben auf dem Kiez, an die letzte Bahn, durchgemachte Nächte und an jene typischen Küchengespräche, die oft spannender sind als der Rest der Party. Genau darin liegt die Stärke dieser Folge: Sie ist nicht nur ein Hamburg-Podcast über Craft Beer, sondern auch ein Gespräch über urbane Identität, regionale Codes, Milieus und die Frage, wie Städte sich selbst erzählen. Wer sich für Hamburg – stellvertretend für viele Großstädte -, Kiez, Stadtteilgeschichte, Kultur und spontane, kluge Gespräche interessiert, bekommt hier eine Folge mit lokaler Farbe, Humor und historischem Tiefgang. ​

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum Astra in Hamburg stärker über Haltung, Kiez-Image und Werbung wirkt als nur über das Bier. ​
  • Wie sich IPA und Doppelbock in der Verkostung unterscheiden und welche Geschmacksbilder dabei entstehen. ​
  • Warum Hamburger eher in Stadtteilen und Vierteln denken als in Bezirken. ​
  • Weshalb ein Craft Beer Crawl am Hafen plötzlich zu einem Podcast über Stadtgeschichte, Identität und Alltagskultur wird. ​

Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder Bluesky von deinem liebsten Kiez-Moment zwischen Nachtleben und Kneipen, Stadt und Umland. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.

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00:00 – Intro
02:19 – Astra Brauerei auf dem Kiez
09:37 – Astra Craft Beer
15:46- Session IPA vs. Doppelbock
22:17 – Wertschätzung
26:14 – Lieblingsfrüchte
30:46 – Elmshorn, Pinneberg und Winsen/Luhe
34:28 – Bezirke, Stadtteile und Viertel

VZ148 Pläne, Karten und die Digitalisierung unserer Welt

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Wie wir mit Karten und Plänen unsere Welt verändern: Eine Folge über Digitalisierung, Gamification, Überwachung von Draußen und Drinnen und einen Staubsaugroboter, der mehr Fragen aufwirft als er löst

Karten, Wege und digitale Bequemlichkeit

Nach unserer obligatorischen Bierverkostung dreht sich in dieser Folge vieles um die Frage, wie uns digitale Helfer den Alltag wirklich erleichtern — und wo sie uns in neue Abhängigkeiten führen. Ausgangspunkt ist eine Mischung aus Wandern und Karten-Apps und der Erfahrung, dass Karten mehr sind als nur Orientierungshilfen – sie spiegeln unsere Gesellschaft, ihre Werte und ihre Digitalisierung wider. Es geht um Daten, Plattformen und Geschäftsmodelle. Besonders spannend ist dabei der Blick auf Komoot und das alternative, community-basierte Kartensystem OpenStreetMap.

Gamification im Harz

Ein zweiter Schwerpunkt ist das Wandern im Harz und die dortige Gamification-Kultur: Stempelhefte, Wanderabzeichen und clevere Wege, um Touren spielerisch zu strukturieren. Die Folge zeigt, wie solche Systeme Menschen in Bewegung bringen, Familien organisieren und auch bei Kindern erstaunlich gut funktionieren.

Staubsaugroboter, China und Standards

Gordian hat einen neuen Saug- und Wischroboter und wir stellen Fragen nach Komfort, Datenschutz, chinesischen Produkten und europäischen Standards. Der Roboter wird nicht nur als Haushaltshelfer beschrieben, sondern als Symptom einer größeren Entwicklung: Technik nimmt Arbeit ab, erzeugt aber zugleich neue Abhängigkeiten, neue Datenflüsse und neue Unsicherheiten. Die Folge streift dabei auch Prüfverfahren und die Frage, ob Produkte hierzulande wirklich ausreichend kontrolliert werden.

Dazu kommen Verweise auf Nico Semsrott, auf die PRÜF-Demos und auf den Leitsatz „Prüfen rettet übrigens Leben“, der die sehr deutsche Eigenart, Dinge zu prüfen, auch auf politische Parteien ausweitet.

Internet, Regeln und Verantwortung

Die Folge landet bei Tim Berners-Lee, beim Gedanken des universellen Netzes und bei der Frage, wie offen technologische Systeme eigentlich gedacht waren — und wie sehr Konzerne, Plattformen und Geschäftsinteressen diesen Anspruch inzwischen umformen. Nicht alles, was bequem ist, ist auch folgenlos. Die Episode verbindet Alltagsbeobachtung, Medienkritik und Kulturgeschichte mit einer gesunden Skepsis gegenüber technischer Selbstverständlichkeit.

In dieser Episode erfährst du:

  • Wie Kartensysteme wie OpenStreetMap und Komoot das Wandern in der Natur verändern.
  • Warum Gamification auch Draußen und gerade auch für Kinder so gut funktioniert.
  • Was ein Staubsaugroboter über Datenschutz, Standards und chinesische Produkte verrät.
  • Warum Prüfen, Regulieren und kritisches Denken auch in der Politik zentral bleiben.
  • Welche Rolle Tim Berners-Lee und das „universelle Internet“ in der Debatte spielen.

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00:00 Intro
00:17 Biere der Woche: Wildwuchs Extreme vs. Barbarossa i am Grutbier
15:27 Gamification im Harz
25:02 Maps-Apps
35:38 Staubsaugroboter
47:01 Chinesische Standards
49:39 Die PRÜF-Demos und Nico Semsrott
55:09 Das universelle Internet
59:28 Digital überall

VZU13 Unser Hamburg Hafen Craftbeer Crawl – Teil 1

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Wir ziehen durch Hamburg: Von der Elbphilharmonie in der Hafencity zum Blockbräu an den Landungsbrücken – zwischen Craftbeer, Touristen und Hafenatmosphäre.

Unterwegs am Hamburger Hafen

Im Sommer 2025 sind wir zu unserem „Hamburg Hafen Craftbeer Crawl“ aufgebrochen – ein Unterwegs-Projekt mit mehreren Stationen entlang des Hafens – Mikro in der Hand und Bier im Glas. Wir kehren an ausgewählten Spots ein, probieren Biere und sprechen unsere Eindrücke direkt vor Ort ein. Die Route führte uns von der Elbphilharmonie über die Landungsbrücken bis hin zu weiteren Brau-Orten – immer zwischen Hafenromantik, Touri-Trubel und der Frage: Wo schmeckt’s wirklich gut?

Elbphilharmonie & der schwindende Störtebeker-Glanz

Erste Station: die „Bar“ in der Elbphilharmonie, die heute eher ein Café mit reduziertem Störtebeker-Ausschank ist. Die Enttäuschung zur Location war groß: wenige Biere am Hahn, viel Wind, viel Lärm, kaum Atmosphäre zum Aufnehmen. Wir probieren trotzdem – Atlantic Ale und Helles von Störtebeker – und sprechen darüber, warum die Biere solide, aber gerade im Hellen etwas malzbetonter und weniger sommerlich-frisch daherkommen.

Blockbräu: Zwischen Touristenfalle und echter Hafenliebe

Richtig los geht der Craftbeer-Teil dann im Blockbräu direkt an den Hamburger Landungsbrücken, der Braugastronomie aus dem Reich der Familie Block (Block House, Jim Block, L’Osteria). Wir erzählen, wie Blockbräu als großes Blockhaus mit eigener Brauerei funktioniert, warum hier keine komplett wilden Craftbier-Experimente passieren, aber dafür verlässliche, gut trinkbare Biere im kleinen Stil. Bei trübem Hellen mit zurückhaltender Hopfung analysieren wir Schaum, Malz, Hopfenprofil und wie sich Aroma und Fruchtigkeit vom ersten Schluck bis zum letzten Viertel im Glas verändern. Natürlich geht es auch um die Landungsbrücken selbst: Wir mögen den Hamburger Hafen, sprechen aber offen darüber, wie schnell die Gegend zur Touristenkulisse mit Raddampfer-Attrappe, Kleinkünstlern und Fotospots werden kann. Dazu gibt es eine herrlich absurde Anekdote von Jan. Wir sprechen über Gentrifizierung, Kunstszene und Hafenrandlage und darüber, wie sehr sich Hamburg gerade städtebaulich verändert. Wer Hafen, Bier, Architektur und urbane Transformation mag, bekommt eine Folge, die Lust auf einen eigenen Craftbeer-Spaziergang entlang von Hafencity, Elbphilharmonie und Landungsbrücken macht.

In dieser Episode erfährst du:

  • wie unser Hamburg Hafen Craftbeer Crawl entstanden ist – von der Idee bis zur Route an der Elbe
  • warum der Störtebeker-Ausschank in der Elbphilharmonie heute nur ein Provisorium ist
  • wie Blockbräu als Teil der Familie-Block-Gastrowelt funktioniert und welche Biere dort gebraut werden.
  • was den Hafen zwischen Touristenfalle, Raddampfer-Kitsch und echter Hamburger Stimmung ausmacht
  • wie die Hafencity für Wikipedia dokumentiert wird, was hinter Projekten wie dem Holzhochhaus „Roots“ und der „Botschaft der Wildtiere“ steckt und was das über Hamburgs Wandel erzählt.

Wenn dir unser Hamburg Hafen Craftbeer Crawl zwischen Elbphilharmonie und Blockbräu an den Landungsbrücken und Touristenbeobachtungen gefällt, abonnier unseren Podcast in deiner Lieblings-App, gib uns eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts und teil diese Folge mit Menschen, die Hamburg, Bierkultur und urbane Geschichten genauso lieben wie wir.

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VZ146 Monster im Kopf: Von Aliens, KI und Zombies

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Von Monstern zu KI-Wokeness: Jan und Gordian diskutieren über verborgene Bedrohungen im Kino, die Tücken künstlicher Intelligenz und warum die deutsche Theaterszene nicht immer verständlich ist.​

Craftbier-Kultur und regionale Identität

Die Folge beginnt traditionsgemäß mit einer Bierverkostung. Jan präsentiert ein Kellerbier der Brauerei Ettal aus dem bayerischen Wald, das Teil der regionalen Initiative „Woidlerei“ ist. Gordian hat ein IPA der Hamburger Brauerei „Digga Bräu“ mitgebracht. Wir diskutieren über die Bedeutung regionaler Craftbier-Initiativen, wie dem Hamburger Senatsbock oder der Woidlerei und wie sie lokale Identität stärken.​

Monster im Kino: Das Unsichtbare als größte Bedrohung

Ein zentrales Thema der Folge ist die Kunstform des „verborgenen Monsters“ in der Filmgeschichte. Am Beispiel von Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968) und Ridley Scotts „Alien“ (1979) analysieren wir, wie große Regisseure durch das bewusste Nicht-Zeigen von Bedrohungen maximale Spannung erzeugen.​

Bei HAL 9000 aus „2001“ manifestiert sich das Monster als indifferente, freundlich sprechende KI, die nur durch ein beobachtendes Kameraauge präsent ist. Die wahre Bedrohung liegt in der verborgenen Agenda und der omnipräsenten Überwachung. Ridley Scott nutzt diese Technik körperlich bei „Alien“, indem er das Xenomorph nur in Fragmenten zeigte – mal den Kopf, mal den Schwanz, aber erst zum Schluss das gesamte Wesen.​

Gordian führt aus, dass Ridley Scott für „Alien“ bewusst mehr Details ausarbeitete, als je im Film zu sehen waren, um Tiefe und Authentizität zu vermitteln. Dieses Prinzip – viel entwickeln, aber wenig zeigen – lädt Zuschauer ein, die Räume mit ihrer eigenen Fantasie zu füllen. „Nichts erschreckt dich passgenauer als deine eigene Fantasie“, fasst Jan zusammen.​

KI-Bias und die Google-Kontroverse

Die Diskussion geht von HAL zu aktuellen KI-Themen. Gordian berichtet von Googles umstrittenem Versuch, Diversität in KI-generierten Bildern zu erzwingen, was zu Ergebnissen wie einer schwarzen Päpstin oder schwarzen Wehrmachtssoldaten führte.​

Die beiden analysieren, dass KI nicht „versteht“, sondern nur Muster reproduziert. Googles Ansatz, pauschal alle Anfragen mit „geschlechtsdivers und hautfarbendivers“ zu versehen, entlarvte die Grenzen dieser Technologie. Gordian sieht in der schwarzen Päpstin einen produktiven Spiegel: „Warum eigentlich nicht?“ Die katholische Kirche sei der eigentliche Aufreger, nicht die KI. Bei historischen Figuren wie Wehrmachtssoldaten wird die Problematik jedoch evident – hier fehlt der KI jegliches Kontextverständnis.​

Open Source als philosophisches Prinzip

Wir erläutern die Philosophie von Open Source und Creative Commons. Unser Podcast selbst steht unter einer Creative Commons-Lizenz, welche Weitergabe und Bearbeitung erlaubt, solange die Urheber genannt werden und die gleichen Lizenzbedingungen gelten.​

Bill Gates‘ Manifest gegen die Kopier- und Weitergabementalität der 1970er-Jahre habe „Closed Source“ mit begründet und damit die freie Softwareentwicklung gehemmt. Das wissenschaftliche Prinzip des „auf Schultern von Riesen stehen“ wurde dadurch unterbrochen.​

Deutsche Theaterszene: Zwischen Elfenbeinturm und Zugänglichkeit

Gordian kritisiert die deutsche Theaterszene als zunehmend selbstreferenziell. Moderne Inszenierungen würden oft nur für ein Insiderklüngel verständlich sein, das die zahlreichen Referenzen und Brechungen entschlüsseln kann. Er bemängelt: „Ich glaube, das deutsche Theater irritiert nicht so sehr, wie das deutsche Theater selber denkt, dass es irritiert“.​

Als positives Gegenbeispiel nennt Jan das Singspiel „Sekretärinnen“ (1996 im Hamburger Schauspielhaus), wo Schauspielerinnen ausschließlich durch bekannte Schlager, Volkslieder und Rocksongs kommunizierten. Eine Sekretärin sang Aretha Franklins „Respect“ gegen die Bürotür mit der Aufschrift „Chef“ – universell verständlich, emotional packend.​

Jan erlebte auch eine Inszenierung von „Das Boot“ im Ernst Deutsch Theater, wo der Kriegsberichterstatter von einem Schauspieler mit nordafrikanischen Wurzeln gespielt wurde. Nach dem ersten Drittel unterbrach der Schauspieler das Stück und thematisierte, dass er im historischen Kontext von den Nazis vernichtet worden wäre – eine kraftvolle metatheatralische Intervention.​

The Cranberries „Zombie“: Lied gegen den Kreislauf der Gewalt

Die Folge schließt mit einer Analyse von „Zombie“ von den Cranberries. Jan erklärt den nordirischen Konflikt-Kontext: Das Lied ist eine Anklage gegen „Rebel Songs“, die junge Iren dazu aufrufen, in der Vergangenheit zu leben und den Kampf gegen England fortzusetzen.​

Die „Zombies“ sind diejenigen, deren Gehirne von historischen Traumata und Rachegedanken „gefressen“ werden. „Same old theme since 1916“ bezieht sich auf den Osteraufstand, als irische Freiheitskämpfer das Postoffice in Dublin besetzten – ein Himmelfahrtskommando, das symbolisch wichtiger war als strategisch.​

Dolores O’Riordan forderte junge Menschen auf: „Ihr seid keine Zombies, aber ihr werdet zu Zombies, wenn ihr nur in der Vergangenheit lebt“. Diese Botschaft ist universal anwendbar – von radikalen Islamisten über rechte Milizen bis zu sozialistischen Rebellengruppen: Überall sind es junge Menschen, die für die Traumata alter Generationen sterben.​

In dieser Episode erfährst du:

  • Wie Kubrick und Ridley Scott durch das Nicht-Zeigen von Monstern maximale Spannung erzeugten
  • Warum Googles Versuch, KI-Bias zu korrigieren, nach hinten losging und was das über die Grenzen von künstlicher Intelligenz aussagt
  • Was Open Source wirklich bedeutet und warum „frei“ nicht gleich „kostenlos“ ist
  • Weshalb die deutsche Theaterszene oft am Publikum vorbeispielt und welche Ausnahmen es gibt
  • Wie The Cranberries‘ „Zombie“ zum Antikriegslied gegen historische Traumata wurde

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00:00 – Biere der Woche: Digga Bräu IPA vs. Ettl Zwickel
16:28 – Craft Beer Crawls
19:24 – Woher kommt Open Source?
28:38 – Monster nicht zeigen: 2001 und Alien
37:52 – KI und Wokeness
41:37 – Deutsche Theaterszene
56:28 – Song der Woche: Zombie von den Cranberries

VZ143 Helden, Social Media und Jugend – Kultur im Wandel

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#vzzzPodcast-Seite: https://vonzeitzuzeit.gordianus.de/2025/12/19/vz143-helden-social-media-jugend-kultur-im-wandel/

Gordian und Jan diskutieren Heldenbilder, Social-Media-Dynamiken und gesellschaftliche Entwicklungen.

In Folge 143 des Podcasts „Von Zeit zu Zeit“ nehmen euch Gordian und Jan mit auf eine Reise durch antike Heldenbilder, moderne Social-Media-Kulturen und gesellschaftliche Veränderungen – von altgriechische Helden über Spider-Man bis hin zu TikTok und Bluesky – und der Frage, was Heldentum heute noch bedeutet.

Helden gestern und heute

Wir starten das Gespräch mit der berühmten Laokon-Gruppe aus der griechischen Mythologie und es entwickelt sich schnell zur Frage: Was macht einen Helden aus? Während antike Helden wie Theseus besondere Fähigkeiten hatten und sich gefährlichen Herausforderungen stellten, die oft tragisch endeten, funktionieren moderne Helden anders. Superhelden wie Spider-Man, Batman oder Superman tragen zwar noch tragische Elemente in sich, doch aktuelle Serienhelden setzen eher auf Inselbegabungen – fotografisches Gedächtnis, besondere Kombinationsgabe oder übernatürliche Kräfte – ohne die existenziellen Entscheidungen klassischer Heldenfiguren.

Wir diskutieren, wie Heldenbilder gesellschaftliche Zustände spiegeln: In den 1980ern stand der mühsame Aufstieg oder hartes Training im Vordergrund (Rocky), heute dominieren Charaktere, die ohne große Anstrengung anerkannt werden (wollen) – ein Spiegel unserer Kultur.​

Social Media, Bluesky und die Medienlandschaft

Ein zentraler Teil dieser Folge widmet sich der aktuellen Social-Media-Landschaft, insbesondere dem Aufstieg von Bluesky als Alternative zu Twitter/X und Facebook. Gordian reflektiert über die Verschmelzung seiner bisher getrennten Online-Communities und die Herausforderungen, die entstehen, wenn man plötzlich Bekannte aus verschiedenen Lebensbereichen auf einer Plattform trifft.

Wir beleuchten auch kritisch, wie Social Media funktioniert: Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook kuratieren Inhalte algorithmisch, um Nutzer:innen möglichst lange zu binden – nicht um zu informieren. Die Frage nach Pressefreiheit, demokratischen Strukturen und der Rolle von Medien in einer zunehmend von Algorithmen gesteuerten Informationslandschaft zieht sich durch die Diskussion.​

Kulturelle Reflexion und gesellschaftlicher Wandel

Wir beginnen erst zum Ende hin mit unserer obligatorischen Bier-Verkostung und werfen anschließend noch einen Blick auf kulturelle Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, von der Reichseinigung Deutschlands 1871 und ihren Auswirkungen auf Frankreich bis hin zur Frage, ob wir in einer Phase des demokratischen Wachstums oder Rückschritts leben. Besonders spannend: die Diskussion darüber, wie Kunst und Medien gesellschaftliche Bedürfnisse widerspiegeln und wie unterschiedlich Demokratien weltweit funktionieren.​

Die Folge verbindet dabei große gesellschaftliche Fragen mit persönlichen Reflexionen – ein Format, das zeigt, wie Popkultur, Geschichte und Alltagsmomente zusammenhängen.


In dieser Episode erfährst du:

  • Warum antike und moderne Helden so unterschiedlich sind und was das über unsere Gesellschaft aussagt
  • Wie Social-Media-Plattformen wie Bluesky, TikTok und Co. unsere Informationskultur prägen
  • Welche Rolle Algorithmen bei der Kuratierung von Inhalten spielen und warum „Social Media“ nicht gleich „Medien“ ist
  • Warum Pressefreiheit und demokratische Strukturen in Zeiten von KI und Algorithmen neu gedacht werden müssen

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00:00 – Antike Helden
08:23 – Vom Helden-Moment zum Helden-Feature
17:29 – Gesellschaftsspiegel
38:00 – Biere der Woche: Gara Guzu Summer IPA vs. Einbeker Mai-Urbock
45:50 – Volksweisheiten
55:48 – Jugend extrem

VZK36 Wer kommt auf die Gästeliste?

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VZ137 Führer und Influencer

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VZK33 Kulturmensch, Aktivist, Terrorist

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VZ132 Tolkien-Nerds und Broligarchen

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VZK28 Die Kunst der Werbung (korrigiert)

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VZK25 Steckenpferd und Zeitweh

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VZ128 Craft Beer wo andere Urlaub machen

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VZK24 Das Phänomen Dune – Der Wüstenplanet

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VZ127 Am Straßenrand – zu verschenken

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VZ125 Was heißt Selbstliebe?

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