VZK43 Kill your Darlings: Füllwörter, Sprache und Bier

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Füllwörter, Sprach-Gewohnheiten und Bierkultur: Wie „Kill your Darlings“ beim Sprechen, Schreiben und Genuss hilft

Warum wir an Füllwörtern hängen

In dieser Folge nehmen Jan und Gordian ihre eigenen Sprachgewohnheiten auseinander – vom lieb gewonnenen „Derweil“ aus Tolkiens „Herr der Ringe“ bis zu Füllwörtern wie „sozusagen“, „eigentlich“ und „quasi“. Sie fragen sich, welche Formulierungen längst aus der Zeit gefallen sind, trotzdem im aktiven Wortschatz kleben bleiben und warum genau diese sprachlichen „Darlings“ so schwer zu töten sind. Dabei geht es nicht um pedantische Sprachpolizei, sondern darum, bewusster zu sprechen, ohne die Spontaneität eines „Laberpodcasts“ zu verlieren.

Kill your Darlings – beim Schreiben und Sprechen

Ausgehend von einem Hörer:innen-Kommentar diskutieren die beiden, wie sich Lieblingswörter und Manierismen in Texte und Gespräche schleichen – und wie man sie beim Schreiben leichter entdeckt als im gesprochenen Wort. Während man Sätze am Bildschirm noch einmal glätten und Füllsel streichen kann, sind Versprecher und sprachliche Ticks im laufenden Gespräch nur schwer zu verhindern oder herauszuschneiden. Jan und Gordian reflektieren, wie viel Konzentration es braucht, im Podcast auf die eigene Sprache zu achten, während Bier, Gesprächsfluss und Humor gleichzeitig gepflegt werden wollen.

Biergeschichte, Steuerlogik und Trinkkultur

Parallel dazu bleibt es natürlich ein Podcast mit Craft Bier: Die beiden verkosten ein Baltic Porter von Kehrwieder. Von dort aus schlagen sie den Bogen zur Geschichte des Biers als hygienischem Alltagsgetränk, zur Hamburger Biertradition und zur Frage, warum der Staat bei Bier nicht den tatsächlichen Alkoholgehalt, sondern die Stammwürze besteuert. Dass Bier früher vor allem sicheres Trinkwasserersatz war und Kinder eher Dünnbier als Brunnenwasser bekamen, passt perfekt zur Leitfrage der Folge: Was steckt wirklich hinter Gewohnheiten – und welche Narrative erzählen wir uns darüber?

Unterhaltung mit Haltung

Zwischen Craftbier-Begeisterung, Sprachreflexion und kleinen historischen Exkursen bleibt genug Raum für Selbstironie: ob „Kill your Darlings“ auch für Cola mit Zitrone gilt, wie sehr man in die Kreation des Braumeisters eingreifen darf und wie wir ein Bier bewusst „abbeißen“… Wer Sprache liebt, seine eigenen Füllwörter kennt – und sie vielleicht trotzdem nicht ganz loslassen will – findet in dieser Folge gleichermaßen Bestätigung, Denkanstöße und ein paar sehr brauchbare Ausreden.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum Füllwörter, lieb gewonnene Formulierungen und sprachliche Marotten so hartnäckig sind – und was „Kill your Darlings“ im Alltag wirklich bedeutet.
  • Wie sich Sprechen und Schreiben unterscheiden, wenn es darum geht, Lieblingsformulierungen zu erkennen, zu bearbeiten – oder bewusst stehen zu lassen.
  • Welche Rolle Biergeschichte, Stammwürze und Steuerlogik spielen und warum der Staat eher „Spaßpotenzial“ als Promille besteuert.
  • Wie man zwischen Craftbier, Plauderton und Sprachbewusstsein authentisch bleibt, ohne den Spaß am Laberpodcast zu verlieren.

Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren oder auf Bluesky von deinen liebsten Füllwörtern, Sprach-Ticks und „Darlings“, die du einfach nicht lassen kannst. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.

00:00 – Baltikum
03:41 – Biere der Woche: Tallinn Baltic Porter
09:49 – Der Wille des Braumeisters
14:24 – Trinkkultur
23:19 – Füllwörter und wie sie sich vermeiden lassen
35:18 – Die Geschichte von Arthur Guinness

VZU14 Hamburg Hafen Craftbeer Crawl – Teil 2

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Gordian
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Jan

Vom Überquell zum Braustädtchen am Fischmarkt: Erlebt mit uns den 2. Teil des lebendigen Craftbeer-Crawls durch Hamburgs Hafen! Wir tauchen ein in Bierkultur und reden über Fischmarkt, Elbe, Touristen, Biertouren und Politik.

Ein Tag im Zeichen von Craftbeer und Hafen – Unser Craftbeer Crawl geht weiter

Im Sommer 2025 machten wir uns auf den Weg zu unserem Hamburg Hafen Craftbeer Crawl. Unsere Route führte uns entlang des Hafens zu ausgewählten Brauereien und Kneipen, wo wir frische Eindrücke direkt ins Mikrofon sprachen. Dieses Mal: Vom Überquell, einer echten Craftbeer-Brauerei mitten in Hamburg, zum Braustädtchen, der Craft Beer Location am Fischmarkt.

Überquell: Mehr als nur Bier

Im zweiten Teil unseres Hamburg Hafen Craftbeer Crawls landen wir im Überquell, einer lebendigen Craftbeer-Brauerei in den alten Riverkassematten direkt am Hafen. Das Überquell ist bekannt für seine grellen Farben, lauten Biernamen wie „Bambule“, „Palim Palim“ und „Super Duper“ und eine Atmosphäre, die einfach etwas „drüber“ ist – im besten Sinne. Hier trifft man auf Hamburger und Touristen, die gemeinsam die Vielfalt der Craftbeer-Szene schätzen. Besonders beliebt: die hausgemachte Pizza, die perfekt zum Bier passt. Doch Überquell ist nicht nur ein Ort für Bierliebhaber, sondern auch ein Treffpunkt für alle, die das besondere Flair des Hamburger Hafens erleben möchten. Wir lassen wir uns beraten, probieren New Zealand Hazy IPA und ein Franzbrötchen-Stout und sezieren Geschmack, Hopfen und Malz im Detail. Wir erzählen, warum das Überquell für uns nicht nur wegen des Biers, sondern auch wegen seiner Events – vom Eisstockschießen bis Afterwork – ein Fixpunkt in der Hamburger Craft-Beer-Szene ist.

Franzbrötchen im Glas & auf dem Teller

Das Franzbrötchen-Stout ist tatsächlich ein Höhepunkt, den wir als „Offenbarung an Malz“ feiern: vom karamelligen Schaum bis zu süßen und würzigen Malznoten. Daraus entspinnt sich ein längerer Exkurs über die Hamburger Franzbrötchen-Kultur – von „klitschigem“ Hefeteig über Zimt-Zucker-Mischungen bis hin zu Mini-Franzbrötchen am Stiel und Pflaumen-Franzbrötchen vom Kiez-Bäcker. Zwischen Bierglas und Gebäck diskutieren wir, wie sehr Kindheits-Erfahrungen, Marmeladen und Obstsorten unseren Geschmack prägen – inklusive Geständnissen, welche Früchte wir pur nicht mögen, aber als Aroma im Craft Beer lieben.

Erdbeere, Integration und die radikale Apfelfront

Ausgehend von der biologischen Tatsache, dass die Erdbeere streng genommen eine Nuss ist, greifen wir einen Aufruf für Integration auf: „Sei wie die Erdbeere“. Sie wird akzeptiert, obwohl sie nicht ins Schema passt. Von dort aus schlagen wir den Bogen zur „radikalen Apfelfront“, rechten Symboliken, politischer Satire und zur PARTEI rund um Martin Sonneborn, der im Europaparlament mit ironischer Aufklärung zeigt, wie Europa funktioniert. Wir sprechen darüber, warum klar gekennzeichneter Bias ehrlicher ist als Pseudo-Neutralität à la „Fair and Balanced“ und wieso Satire helfen kann, komplexe politische Strukturen verständlicher zu machen.

Braustädtchen am Fischmarkt: Craft-Beer-Oase mit Melancholie

Danach zieht unser Crawl weiter ins Braustädtchen direkt am Fischmarkt. Dort treffen wir auf einen hervorragend sortierten Craft-Beer-Laden mit Tasting-Events, Bierführungen und einem Sortiment von Bille-Brew bis Barbarossa-Grutbier, der leider zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon nicht mehr existiert. Wir kosten uns durch Helles Landbier, Wiener Lager, alkoholfreies „Miami Grove“-Pale Ale und Biere von Sudden Death und Kehrwieder und reden über die Frage, was ein gutes Alltagsbier ausmacht.

Touristen, Biertouren und Abschiedsstimmung am Hafen

Es kommt auch eine 25-köpfige Bier-Stadtführung vom St.-Pauli-Tour-Office ins Braustädtchen, was uns Gelegenheit gibt, über Biertourismus, Touristenströme und Hamburg als Bierstadt nachzudenken. Gleichzeitig schwingt ein Schwanengesang mit: Wir verabschieden uns von einer weiteren Hamburger Craft-Beer-Adresse und erinnern uns an Tastings in anderen Läden wie „Beyond Beer“. Am Ende bleibt der Mix aus Hafengeruch, Elbe, Fischmarkt, Touristen, Craft Beer und der Erkenntnis, dass Genuss, Stadtgeschichte und Politik erstaunlich gut zusammen in ein Glas passen.

In dieser Episode erfährst du:

  • Warum das Überquell mit New Zealand Hazy IPA und Franzbrötchen-Stout mehr als nur eine Brauerei ist – es ist ein Erlebnis!
  • Wie sich die Craftbeer-Kultur in Hamburg entwickelt und wer sie prägt.
  • Wie aus der Erdbeere ein Bild für Integration, Anti-Rassismus und gegen rechte Politik wird.
  • Welche Rolle der Fischmarkt und der Hafen für die lokale Bier- und Kneipenkultur spielen und was das Braustädtchen am Fischmarkt so besonders machte
  • Warum Touristen und Einheimische gleichermaßen von der lebendigen Atmosphäre begeistert sind und welche Anekdoten und Geschichten wir so auf unserem Crawl erleben konnten

Wenn du mit uns weiter durch Hamburg und die Craft-Beer- und Gesellschafts-Bubble streifen willst, abonniere unseren Podcast in deiner Lieblings-App, lass uns eine Bewertung da und teil diese Folge mit Menschen, die Hamburg, Hafen, Elbe und gutes Bier genauso spannend finden wie du.

00:00 – Intro
00:02 – Überquell
28:29 – Intermezzo
31:26 – Braustädtchen

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VZ098 Kill your Darlings

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